7 Nordsee-Inseln: Von Borkum bis Wangerooge
Die ostfriesischen Inseln

Wie Perlen einer Kette liegen sieben Inseln aufgereiht vor der ostfriesischen Nordseeküste: Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Zusammen mit vier kleinen unbewohnten „Vogelinseln“ und dem umgebenden Watt bilden sie den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Borkum  Juist  Norderney  Baltrum  Langeoog  Spiekeroog  Wangerooge

Außer den sieben Seebäder-Inseln liegen im Wattenmeer vor Ostfrieslands Nordseeküste noch vier unbewohnte Inseln: 

Lütje Hörn  Memmert  Minsener Oog  Mellum

Die Nordsee
Europas Weg zu den Weltmärkten

Die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans. Die südliche Nordsee ist zusammen mit dem angrenzenden Ärmelkanal die am dichtesten befahrene Schifffahrtsregion der Welt. Unter dem Meer lagern große Erdöl- und Erdgasreserven, die seit den 1970er Jahren in großem Maßstab ausgebeutet werden. Kommerzielle Fischerei mit immer raffinierteren Methoden und immer größeren Schiffen hat den Fischbestand der Nordsee in den letzten Jahrzehnten stark vermindert. Beides Eingriffe in die Natur, worunter auch die Krabben- und Schollenfischerei leidet, wie sie z. B. von den Greetsieler Kuttern seit über hundert Jahren in den Küstengewässern betrieben wird.
Die Nordsee wird begrenzt von den Ländern Großbritannien, Norwegen, Dänemark, Deutschland, Niederlande, Belgien und Frankreich. Die wichtigsten Zuflüsse sind die Schelde, die Maas, der Rhein, die Ems, die Weser, die Elbe und die Themse.
Die Oberfläche der Nordsee beträgt ca. 575.000 km² bei einer Wassermenge von ca. 54.000 km³.

Das Wasser steigt stetig  Zwischen Nordsee und Küste: das Wattenmeer
Die Nordsee als Rohstoff- und Energielieferant  Fisch und Fang in der Nordsee
Gesundheitsoase Nordsee 

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Das Wattenmeer - ein Weltnaturerbe
Lebensräume zwischen Ebbe und Flut
Das Wattenmeer ist ein zusammenhängendes System aus Wasser, Sand und Schlick mit einer eigenen Dynamik. Speisekammer und Laichstätte für Fische, Schalen- und Weichtiere. Brutplatz und Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen. Zugvögel der Ostatlantikroute nutzen das Wattenmeer als Rast- und Überwinterungsplatz. Das Wattenmeer bietet ihnen einen reich gedeckten Tisch, um sich Fettreserven anzufuttern. Über 12 Mio Vögel machen hier Station. Und etwa 6 Mio Vögel sind hier beheimatet. Natur- und Tierschutz sorgen in diesem Weltnaturerbe der UNESCO dafür, dass das Paradies für Flora und Fauna erhalten bleibt. Zum Nationalpark Wattenmeer gehören aber auch die vorgelagerten Salzwiesen. Nach den Wintermonaten, in denen sich die Salzwiesen erholen, erwachen sie im Frühjahr zu neuem Leben. Es sind ganz besondere Pflanzen, die hier gedeihen. Sie haben sich angepasst an ihre Umgebung. Hinter dem Deich hätten sie keine Chance. 400 Insektenarten leben auf den häufigsten 25 Salzwiesenpflanzen, allein 25 Arten auf der Strandaster. Sie sind Rastplatz und Brutstätte vieler Vögel – und ein Eldorado für Vogelbeobachter, Naturliebhaber und Fotografen.

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Schnecken, Muscheln, Krebse
Tierisches Leben zwischen Ebbe und Flut

Zweimal täglich steigt der Meeresspiegel an der Nordseeküste, zweimal weicht das Wasser zurück und legt etwa 5.000 km² Meeresboden frei: das Watt. Bei Ebbe eine anscheinend leblose Fläche aus Schlick und Sand, durchzogen von Prielen. Doch der Wattwanderer wird schnell merken: es ist Leben im Watt! Das Watt gehört sogar zu den biologisch produktivsten Lebensräumen unserer Erde. Bis zu 1 Million einzelliger Algen
pro  cm² wurden gezählt. Davon ernähren sich über 50.000 kleine Schnecken und Krebstiere pro cm², die wiederum größeren Krabben, Krebsen und Garnelen als Nahrung dienen. Vom Plankton leben Muscheln und Wattwürmer. Mit allen diesen Lebewesen ist der Tisch reich gedeckt für unzählige Vögel, die hier leben oder auf ihren periodischen Zügen in wärmere Gegenden Station machen. 

Schnecken  Muscheln  Krebse

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