Die Krummhörn 53° 26′ N, 7° 5′ E
19 romantische Warfendörfer und das Fischerdorf Greetsiel
Neunzehn urige, jahrhundertelang selbständige Dörfer bilden seit einer Gebietsreform die Gemeinde Krummhörn. Sie liegt an der Mündung der Ems in die Nordsee, im äußersten Nordwesten Deutschlands. Früher war das Land von Wasser überflutet, nur die Warfen ragten heraus. Um diese und die sich bildenden Häfen herum entstanden die Dörfer der Krummhörn. Vorgelagert sind sieben ostfriesische Inseln.

Campen  Canum  Eilsum Freepsum Greetsiel  Grimersum  Groothusen
Hamswehrum  Jennelt  Loquard  Manslagt  Pewsum  Pilsum  Rysum  
Upleward  Uttum
  Visquard  Woltzeten  Woquard   

Seehafenstadt Emden 53° 22′ N, 7° 12′ E
Seehafenstadt und Ostfrieslands Stolz
Emden, die westlichste Hafenstadt an der deutschen Nordseeküste, hat eine 1.200jährige Geschichte. Mitte des 16. Jh. erlebte die Stadt ihre erste Blütezeit, die Emder Flotte war um 1575 größer als die der Hansestädte Hamburg und Bremen. 200 Jahre später erhielt sie das Monopol für den Heringsfang, woran noch heute das jährliche Matjesfest erinnert.
1944 wurde Emden durch Bomben zu über 80 % zerstört. Nur wenige Bauten blieben erhalten wie etwa das Hafentor am Delft und die Pelzerhäuser, die ebenso wie das total zerstörte Rathaus um 1575 im flämisch-niederländischen Renaissance-Stil errichtet worden waren. Das Rathaus wurde nach dem Krieg auf den alten Fundamenten wieder aufgebaut.

Hinte  53° 25’ N, 7° 12’ E  - Suurhusen 53° 24’ N, 7° 13’ E
Kleiner Ort mit großen Sehenwürdigkeiten

Hinte war im frühen Mittelalter ein bedeutender Handelsplatz. Der Ort liegt vor den Toren – besser: den schützenden Wallanlagen der Stadt Emden. Von der einstigen Bedeutung zeugt das bestens erhaltene Wasserschloss Burg Hinta, das seit 400 Jahren Stammsitz der Familie von Freese ist. In der benachbarten Kirche, in der die Mitglieder der gräflichen Herrschersippe bestattet sind, fällt ein Grabrelief an der Kanzel auf, das einen beinlosen Mann zeigt. Der Erzählung nach handelt es sich um einen Grafensohn, dem nach einem Sturz vom Pferd beide Beine amputiert wurden. In der jüngst renovierten dreistöckigen Windmühle können Brautpaare heiraten. Eine Teestube und ein Museum sind hier ebenfalls unterbracht.
Bemerkenswert im Ortsteil Suurhusen sind das Landarbeiterhaus, in dem das Leben einer Arbeiterfamilie in früherer Zeit veranschaulicht wird, sowie der schiefe Kirchturm. Er ist mit einer Neigung von fast 6° der schiefste Turm der Welt.

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Norden 53° 36’ N, 7° 12’ E  - Norddeich 53° 37’ N, 7° 9’ E
Die Heimat von Ostfriesentee und Friesenschnaps
Norden, älteste Stadt Ostfrieslands (urkundlich 1255 erstmals erwähnt), war bereits in der jüngeren Steinzeit besiedelt. Friesen wanderten ab dem 6. Jahrhundert ein. Durch die günstige Position am Meer und am Schnittpunkt alter Handelsstraßen gewann Norden sehr stark an Bedeutung, vor allem durch den Handel mit Vieh, Muschelkalk und Salz. Das Norder Wappen zeigt den Apostel Andreas mit dem Andreaskreuz, was auf eine nicht mehr existierende frühchristliche Kirche hindeutet. Bekannt ist Norden auch durch die 1998 rückgebaute Küstenfunkstelle Norddeich Radio.

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Aurich 53° 28′ N, 7° 29′ E
Geburtsort der "Friesischen Freiheit"

Die Geschichte von Aurich, Ostfrieslands zweitgrößter Stadt, reicht bis ins 13. Jh. zurück. Im Mittelalter kämpften mehrere Häuptlingsfamilien um die Macht in diesem küstennahen Landstrich, bis die Familie der Cirksena die Oberhand gewann und ihre Schlösser und Burgen baute. In späteren Epochen war Aurich von Holländern und Franzosen besetzt und fiel schließlich an Preußen. Eine Vielzahl von historischen Gebäuden und Denkmälern zeugt von diesen bewegten Zeiten. Heute ist Aurich Verwaltungszentrum der Region.

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